Gespräch mit von Armut Betroffenen

Soziales

Heute war ich auf Einladung der Gebewo in Schöneweide zu einem Politikergespräch mit von Armut Betroffenen. Es war eine gute Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die lange Schicksalswege hinter sich haben und denen heute in sozialen Einrichtungen geholfen wird.

"Menschen eine Perspektive geben" ist das Motto der Gebewo. Das ist Programm und Verpflichtung auch für die Politik. Es muss darum gehen, keinen Menschen "aufzugeben", sondern Chancen für ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. Es sind oft kleine familiäre Probleme, Schwierigkeiten im Beruf oder anderes, die Ausgangspunkt für Verschuldung oder Krankheiten werden. Und schon ist man aus der Bahn geworfen, hat die Arbeit verloren, Freundschaften, Lebensperspektiven. Umso wichtiger ist es, diesen Menschen gezielt zu helfen: mit einer Wohnung, Beratung, Betreuung und Möglichkeiten der Weiterbildung, um in eine reguläre Arbeit zu kommen.
Die Betroffenen haben in den Gesprächen viele Probleme aufgezeigt: bei der Wohnungssuche, durch steigende Mieten - in dem Weg zurück zu einer Bahn des Lebens, aus der sie geworfen wurden. Aber sie haben auch gezeigt, dass sie kämpfen wollen und teilhaben wollen an der Gesellschaft: sei es mit ehrenamtlicher Tätigkeit, die ihnen mitunter nicht einfach ermöglicht wird, weil sie die geringe Aufwandsentschädigung nicht behalten dürfen oder die Fahrkarte nicht bezahlen können oder sei es mit Projekten, in denen sie sich in der Öffentlichkeit darstellen. So erzählte mir jemand von einem Theaterprojekt, das sie dieses Jahr geprobt und durchgeführt haben, von dem Lampenfieber, das er kaum ausgehalten hat und von dem Lohn, den er bekam: einen grandiosen Applaus nach jeder der drei ausverkauften Ausstellungen. Diese Menschen haben diese Perspektive. Anderen müssen wir sie bieten.

 
 
 

 

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