Lösung für Gasdruckregelanlage in Müggelheim

Kiez

Im Juni 2020 war auf dem Dorfanger das Fundament ausgehoben worden - der Protest wuchs rasch.

Der Neubau einer Gasdruckregelanlage in Müggelheim hat im Sommer 2020 für erhebliche Proteste im ganzen Ort gesorgt. Hintergrund der Verärgerung war, dass die Anlage direkt auf den historischen Dorfanger gebaut wurde und die Sicht auf das historische Ensemble verstellt hat. Eine Verschandelung des Ortsteils. Dazu kam es, weil zu wenig Fingerspitzengefühl bei der Standortwahl vorhanden war - technisch konnte der alte, am Dorfanger zurückgesetzte Standort nicht gewählt werden, weil für den Bau an dieser Stelle die Gasversorgung im Ort für längere Zeit komplett unterbrochen werden müsste. Und rein rechtlich steht die Versorgungssicherheit der Bevölkerung über allem, sodass auch Bedenken des Denkmalschutzes zurückgestellt werden mussten.

Die Argumente der Bürgerinnen und Bürger wurden natürlich nicht weggewischt. Als Bezirksbürgermeister habe ich merhmals mit der zuständigen Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, die im Auftrag der Gasag tätig ist, gesprochen. Ein Baustopp konnte nicht erreicht werden, weil die bisherige Anlage bereits für die aktuellen Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr ausreichend war und Handeln erforderlich schien. Die Netzgesellschaft war aber rasch zu Gesprächen und Lösungen bereit.

Die Gespräche habe ich als Bezirksbürgermeister gemeinsam mit Baustadtrat Rainer Hölmer geführt und den Müggelheimer Heimatverein eingebunden. Standortalternativen wurden geprüft und nun ist ein Durchbruch gelungen: Der jetzt außer Betrieb befindliche alte Standort soll mit der neuen Anlage ertüchtigt, der jetzige Standort dorthin verlegt, die Fundamente entsprechend wieder zurückgebaut werden. Die Sicht auf den Dorfanger wäre wieder frei.

Wenn alles gut geht, was von Genehmigungsfragen abhängt, könnte bereits nach Ende der Heizperiode im Sommer 2021 mit der Verlegung begonnen werden.

Über die Gestaltung der Fassade soll in einem gemeinsamen Workshop der Denkmalschützer, der Netzgesellschaft und der Bürgerinnen und Bürger Müggelheims diskutiert werden.

Ich danke der NBB, dass sie die Lösung mit erarbeitet haben und tragen.

 
 
 

 

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