"Ein Meister der Bürger" - Empfang zum 75. Geburtstag von Klaus Ulbricht

Bezirks-SPD

Klaus Ulbricht beim Anschneiden der Geburtstagstorte von der Dresdner Feinbäckerei

Knapp 200 Weggefährten aus Politik und Verwaltung, aber auch Vereinsvertreter und Bürgerinnen und Bürger sind auf Einladung der SPD Treptow-Köpenick zu einem Empfang anlässlich des 75. Geburstages des früheren Bezirksbürgermeisters Klaus Ulbricht gekommen. Auch sieben Jahre nach Ende seiner Amtszeit zeigt das die Beliebtheit, die Ulbricht noch immer in Treptow-Köpenick genießt.

Klaus Ulbricht ist in einer spannenden Zeit in politische Verantwortung gekommen. Er gehörte zu den friedlichen Revolutionären des Herbstes 1989 und Männern der ersten Stunde der Sozialdemokratie in Köpenick. Nach den ersten freien Kommunalwahlen im Mai 1990 wurde er Vorsitzender der 39 Köpfe zählenden SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Köpenick. Die hatte damals 100 Mitglieder und alle hatten viel zu tun und viele Vorstellungen von der Gestaltung des neuen Gemeinwesens. Es war eine Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs, in der die Weichen gestellt werden konnten: neue Ideen, schnelle Entscheidungswege – ein Traum eigentlich.
Und Klaus Ulbricht hat Weichen gestellt: als Fraktionsvorsitzender, dann als Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Finanzen und schließlich ab 1992 als Bezirksbürgermeister von Köpenick. So gehörte er zu den Vorreitern beim Aufbau der Bürgerämter – ein Modell, das sich bis heute mehr als bewährt hat. Und die gesamte Verwaltung wurde umgekrempelt und ein ganzes Stück transparenter gemacht. Die Fenster der Amtstuben wurden geputzt und jeder konnte reinschauen.
Das war das Credo von Klaus Ulbricht: mit den Bürgerinnen und Bürgern arbeiten. Das erklärt auch seine Beliebtheit im gesamten Bezirk: seine ruhige Art, seine Zugänglichkeit, seine Gesprächsbereitschaft. Immer freundlich, immer sachlich.
Ein „Meister der Bürger“ wurde Klaus Ulbricht, weil er auch die zentralen Probleme des Bezirks nach dem Umbruch 1989 erkannte. Zehntausende Arbeitsplätze insbesondere im alten Industriegebiet gingen verloren. Und Klaus Ulbricht engagierte sich: für ein Technologie- und Gründerzentrum und den Innovationspark Wuhlheide. Beide Objekte geben bis heute wichtige wirtschaftliche Impulse, arbeiten aber noch mehr mit den wissenschaftlichen Einrichtungen im Bezirk zusammen. Unternehmen gründeten sich her, expandierten, schufen wichtige Arbeitsplätze.
Zum Blick in die Zukunft gehört aber auch der Gedanke, wie sich unsere Region in fünfzig oder 100 Jahren entwickeln wird und welche Impulse für die Gesellschaft von uns gegeben werden. Köpenick war Vorreiter bei der Schaffung einer Lokalen Agenda 21, deren 20-jähriges Bestehen wir vor kurzem gefeiert haben. Zum Blick über den Tellerrand hinaus gehört neben der zeitlichen Dimension auch das Interesse für andere Regionen in der Welt. Dabei geht es um Toleranz, um Verständigung unter den Menschen: deshalb gehören die Städtepartnerschaften, für die sich Klaus Ulbricht einsetzte, auch zum Prozess der Lokalen Agenda 21.
Als ob das alles nicht genug Herausforderung war, gestaltete Klaus Ulbricht auch den Prozess der Bezirksfusion zwischen Treptow und Köpenick mit. Er wurde erster Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Mit einem Satz von Klaus Ulbricht ist alles zur Bezirksfusion gesagt: er sagte einmal, dass es beim Bezirk und beim Bezirksnamen „Treptow-Köpenick“ nur auf eines ankomme: auf den Bindestrich. Es soll und muss das Verbindende betont werden und die Heirat zwischen den beiden Ortsteilen lebendig gestaltet werden. Ich denke, dass das dank Klaus Ulbricht sehr gut gelungen ist.
Er hat sich bei den Menschen im gesamten Bezirk Respekt, Achtung und Anerkennung erarbeitet. Und das auch parteienübergreifend. Nicht umsonst hat die BVV bei einer Rente mit 65 für Klaus Ulbricht nein gesagt und seinen Ruhestand kurzerhand bis nach dem 68. Geburtstag hinausgeschoben.
Klaus Ulbricht hat aber auch nicht verheimlicht, dass er Sozialdemokrat ist. Nicht nur bei seiner Arbeit als Bezirksbürgermeister. Er war auch Landeskassierer der Berliner SPD und vier Jahre lang Vorsitzender der SPD Treptow-Köpenick. Wir Sozialdemokraten sind ihm dankbar dafür, dass er auch unsere Partei geprägt hat.
Zwar ist Klaus Ulbricht in den Ruhestand getreten, aber er ist dem Bezirk und seinen Menschen genauso verbunden geblieben wie zuvor: er studiert in Adlershof, dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, dem er fast sein ganzes Leben verbunden ist, er engagiert sich für die Parkeisenbahn in der Wuhlheide, die er in einer schwierigen Zeit unterstützt hat und weiter unterstützt und er hat sich in die Gründung der Bürgerstiftung Treptow-Köpenick eingebracht, die auch dank seiner Unterstützung in Kürze seine Gründung feiern kann. Und ganz uneigennützig kam der Erlös des Empfangs der Bürgerstiftung zugute.
Die Gäste wünschten Klaus Ulbricht viele weitere Jahre Engagement und vor allem Gesundheit.

 
 
 

 

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