Die Pandemie und wir

Gesundheit

Müdigkeit, das ist nicht nur ein Symptom, welches zu beklagen ist, wenn man mit dem Coronavirus infiziert ist und jemand unter Covid-19 leidet. Müde sind wir sicherlich alle, nachdem wir nun schon ein Dreivierteljahr mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen haben. Die meisten wünschten sich nichts Sehnlicher als ein Ende des Virus und der Krankheit. 

In unserem Bezirk Treptow-Köpenick waren wir auf einem guten Weg: dank einer großen Disziplin in der Bevölkerung konnte sich das Virus längst nicht so stark verbreiten wie in anderen Bezirken oder anderen Regionen. Berlinweit waren wir monatelang auf dem letzten Platz, was die Infektionszahlen betrifft. Das Bezirksamt hat große Mühen aufgewandt, um bestehende Infektionen schnell zu analysieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Für uns war dabei nicht allein im Mittelpunkt, dass wir Menschen vor Erkrankung schützen wollen und müssen, sondern auch, dass die Wirtschaft und die Kultur nicht noch stärker darunter leiden. Und so mussten wir auch durchgreifen: illegale Partys zum Beispiel, bei denen viel Alkohol fließt und Hygieneregeln nicht mehr beachtet werden – wir mussten Spielverderber sein und sie immer wieder zusammen mit der Polizei auflösen und die Musiktechnik beschlagnahmen. Es muss einfach mal eine Zeitlang ohne große Feiern gehen. Im Sinne unserer Mitmenschen. Ja, das erfordert Disziplin – aber mit einem Ziel im Blick: wir wollen das Virus überwinden, um in Zukunft genau das machen zu können: mit Freunden und mit vielen Menschen zum Fußball, ins Konzert, Theater, in die Disco gehen. Wir haben aber auch schmerzlich erfahren müssen, dass nicht nur in Großveranstaltungen das Virus verbreitet wird – schon im Alltag bei kleineren Zusammenkünften am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Kita oder im Pflegeheim: einen vollen Schutz konnte es nirgendwo geben. Und auch das war und ist anstrengend: Disziplin zeigen bei Hygienemaßnahmen im Alltag, ob Maskentragen oder Hände desinfizieren. Wir waren alle schon müde, dass immer wieder tun zu müssen. Uns mussten aber die drastisch steigenden Infektionszahlen im Herbst wach rütteln. Wir müssen uns mit dem Ziel motivieren: es darf nur um vorübergehende Einschränkungen gehen, Wirtschaft und Gesellschaft halten die drastischen Maßnahmen eben nicht auf Dauer aus. Aber nur so werden wir der Pandemie Herr: jetzt disziplinieren und mit Beschränkungen leben, um hoffentlich bereits im nächsten Jahr wieder ein normales Leben führen zu können.

 
 
 

 

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